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 Die Reise

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Kurayami

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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 1:24 am

Der Professor grinste. "Gute Auffassung, aber ich glaube nicht, dass wir ihm unbedingt die Wahrheit der Zukunft offenbaren müssen, sondern lediglich die Wahrheit über die Vergangenheit. Das würde ihn von unserer Glaubwürdigkeit überzeugen.
Ich habe mir gedacht, dass die Götter dich geschickt haben könnten, weil sie erzürnt sind, immer noch, und zwar, weil der frühere Pharao Echnaton den Monotheismus kreiert hat und allen anderen Göttern abgeschworen hat."
Tate überlegte nochmal. "Deine Idee ist nicht schlecht, vielleicht werden wir ihnen nahe bringen, dass du in die Zukunft sehen kannst und ich dann wohl die Vergangenheit kenne." Somit war er einverstanden mit der Idee, er wäre auch Teil des "magischen" Duos.
"Ah und vielleicht erwähnst du erstmal nicht direkt den Namen Echnatons, sondern erzählst nur seine Geschichte, bis sie selbst auf seinen Namen kommen. Tu so, als seien die Götter so erzürnt, dass du selbst diesen Namen nicht aussprechen magst." Tate war schon dabei die dramaturgischen Stränge zu planen.
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Chiara



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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 1:54 am

Ireys Augen verschmälerten sich, als sie über die Ideen vom Professor nach dachte. "Gefällt mir. Nur..er wird bestimmt die Zukunft wissen wollen. Mit diesem Wissen könnte er seine Macht festigen oder was auch immer tun...Je nachdem wie es läuft, könnten wir ihn allerdings mit falschen Prophezeiungen manipulieren... " Sie setzte sich auf die Polsterung und ging auf seine genauen Anweisungen bezüglich ihres Textes ein:
"Das kannst du selbst so tun", zwinkerte sie. "Beim Bankett wirst du genug Gelegenheit haben...er hat schon gemeint, dass er es 'entgegen sehnt unsere Botschaft oder unseren Auftrag' heute Abend zu erfahren."
Irey war zufrieden damit, dass der schwierigere Teil, nämlich die ganzen Schilderungen der Vergangenheit, an dem Professor hängen blieben. Als Zukunftsorakel müsste sie bloß aufpassen, ihm nicht tatsächlich etwas zu verraten, dass er noch nicht wissen durfte.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 2:14 am

Harun fühlte sich ein klein wenig fehl am Platz, durch das Planen, wozu er nicht beitrug und gleichzeit plagten ihn Gewissensbisse, da Menschen, die nicht ägyptisch waren, mehr über sein Land wussten, als er selbst. "Hey, aber wie erklären wir dann, dass der Professor vorhin noch kein Altägyptisch sprach?"
Tate dachte nach, schaute rüber zu Irey und sagte: "Vielleicht war ich einfach wütend, weil man mich eingesperrt hat, mir keinen gebürtigen Respekt erwiesen hat?"
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 2:20 am

Für einen Moment sah sie zu Harun. Zweifellos dachte er mit, auch wenn er nicht über Archäologie mitreden konnte. Selbst wenn er nicht so gebildet war, fand Irey, war er dennoch clever.
"Aus Wut die Sprache verlernt? Naja. Lass sie im Unklaren darüber wie es dazu kam, solche Wunder machen unsere göttliche Geschichte nur glaubwürdiger.", schlug sie vor.
"Ich will vor dem Essen noch nach Luke sehen."
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 2:36 am

"Gut, dann wäre das geklärt." Tate schenkte sich was zu trinken ein. Nach diesem Tag konnte er nicht genug trinken und gleich würden sie wohl noch reichlich mit altägyptischer Küche bedient werden. Der Professor verspürte nicht nur wieder Hunger, sondern auch große Neugierde über die Gerichte, die er gleich zu sehen und zu schmecken bekommt. "Das ist eine gute Idee und da du dich anscheinend hier frei bewegen kannst... frag ihn nach der anderen Skulptur.", seine Gedanken sprangen mal wieder.

Luke war in einem kleinen Zimmer. Er lag auf einer Holzliege, die mit Leinentüchern überzogen war. Sein Kopf brummte noch etwas von dem komischen Brei, den er runter würgen musste, dieser war wohl ein Schmerzmittel gewesen.
Seine Schulterwunde wurde behandelt und Luke glaubte, dass sie auch genäht worden war, aber er war sich nicht sicher, da er sich die Wunde aus seinem Blickwinkel nicht anschauen konnte.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 2:40 am

Irey tat was sie zuvor gesagt hatte und fragte sich zu dem Agenten durch.
Sie klopfte kurz an die Tür, doch wartete kein "Herein" ab, sondern öffnete sie und blieb im Rahmen gelehnt mit verschränkten Armen stehen.
Wie es schien war er bei Bewusstsein. Seine Wunde war behandelt worden, das erkannte sie schnell.
"Hey Pechvogel."
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 2:49 am

Er hob seinen Kopf an, sodass seine Wunde ein wenig weh tat und der Schmerz in seinem Gesicht zu sehen war.
"Hey.", kam es mit etwas dunkler Stimme als gewöhnlich aus seinem Mund.
"Du hast dich ja schon richtig eingelebt.", bemerkte er ihre Kleidung und fragte sich wie es wohl dazu kam. Er zog seine Arme an, stützte sich auf die Ellenbogen und stemmte sich hoch. Ihm fiel auf, dass er ihren Namen noch gar nicht kannte, wollte aber noch nicht fragen.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:05 am

"Ich bin Überlebenskünstlerin.", bemerkte sie und zog lächelnd beide Augenbrauen nach oben. Dann setzte sie sich auf einen Holzhocker neben der Liege und dämpfte ihre Stimme etwas.
"Der Pharao hält mich für eine Gesandte der Götter und solang unsere Deckung nicht auffliegt, sollten wir wenig zu befürchten haben." Mit einem eindringlichen Blick versuchte sie ihm das einzuschärfen.
"Der Professor, Harun und ich sind gleich die Ehrengäste eines Banketts. Da werden wir unsere Geschichte so ausbauen, dass jeder von uns vier unantastbar sind. Für diesen Zweck werde ich dich und Harun als meine Beschützer ausgeben. Tate ist Kundiger der Vergangenheit, was ihm mit seinem Wissen nicht schwer fallen wird, und ich der Zukunft. Wir werden Pharao Amasis darüber informieren, dass die Götter über den Monotheismus erzürnt sind." Sie machte eine kurze Pause um zu prüfen ob er in der Verfassung war, ihr gedanklich vollständig folgen zu können.
"Hast du verstanden?", fragte sie dann. Ihr relativ zartes Alter und ihre Erscheinung bremste sie offenbar nicht autoritär aufzutreten oder Anweisungen an Agenten des englischen Geheimdienstes zu erteilen.

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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:14 am

Er rieb sich mit Zeige- und Mittelfinger die Schläfe. "Fuck...", flüsterte er, während er ihr so zuhörte. Luke wünschte sich, dass das alles nur ein Traum war. Ein idiotischer Traum, aus dem er bitte schnell aufwachen würde.
"Pharao Amasis, man man man, seid ihr schon beste Freunde, oder was?" Er schüttelte den Kopf und kicherte dabei über seine eigenen Äußerungen. "Und ja, ich verstehe's, bin doch nicht bescheuert."
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:19 am

"Ich werde ihm bei Gelegenheit ein Freundschaftsarmband flechten.", antwortete die Rothaarige trocken.
"Diese Figuren...Harun konnte eine retten. Wenn man mit dem Daumen über sie streicht, beherrscht man die Sprache des alten Ägyptens. Das hat zumindest das Verständigungsproblem gelöst."
Sie änderte ihre Sitzposition.
"Luke, hast du die andere Figur?", fragte sie dann sehr ernst, denn von seiner Antwort hing viel ab.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:26 am

"Echt jetzt?" Etwas unvorstellbar, dass man durch das Berühren einer Figur eine komplett neue Sprache beherrscht. Luke erinnerte sich nochmals an die Situation in der Wüste, an den Schuss und daran wie ihnen die Figur entglitten war...
"Eigentlich müsste sie noch dort liegen, wenn weder du, noch die anderen Beiden sie haben. Ich habe sie jedenfalls nicht, ich war beschäftigt mit dem hier..." Er deutete mit der Hand auf seine Wunde und ein Schwung Vorwurf drang hinein, da er wirklich der Meinung war die Anderen hätten besser drauf acht geben sollen, immerhin wurde er angegriffen zu dem Zeitpunkt.
"Oder einer deiner neuen Freunde hat sie mit aufgesammelt."
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:40 am

"Wenn sie noch da liegt, können wir sie vergessen. Unter all dem Sand finden wir sie nie. Ich hoffe einer der Wachen hat sie geklaut...dann ist die Wahrscheinlichkeit sie wieder zu bekommen zwar gering aber es ist nicht unmöglich.", seufzte sie und verschränkte die Arme.
Dann ruhte ihr Blick auf seiner Verletzung, auf die er eben noch so sarkastisch aufmerksam gemacht hatte. Zuerst wollte sie fragen wie es ihm geht oder ob es sehr weh tut, aber dann hörte sie ihn schon in ihrem Kopf keifen "Wie seh ich denn aus, wie es mir geht?" und "Ja, scheiße, es tut verdammt weh." Also ließ sie es doch, zu fragen. Eigentlich hatte sie auch noch genug andere Dinge, die sie von ihm wissen wollte. Zum Beispiel was genau England mit dieser Figur vor hatte und über die Einzelheiten seines Auftrages. Doch ihre innere Uhr drängte sie, sich langsam zum Bankett zu begeben um den Herrscher nicht warten zu lassen.
Sie stand auf. "Ich muss jetzt gehen. Werd schnell wi-", sie hatte die Hand gehoben, doch dann brach sie die Geste ab und schmunzelte:"...ach versuch einfach nicht abzukratzen."

Sie traf zum Bankett ein und schien noch rechtzeitig zu kommen. Der Pharao selbst war noch nicht erschienen.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:50 am

Sie hatte recht. Einem Typen hier die Figur abzunehmen wäre erheblich einfacher, als sie wie eine Nadel im Heuhafen zu suchen, wenn sie denn noch in der Wüste wäre.
"Werd ich schon nicht.", gab er kleinlaut bei, als sie aber schon im Gehen war und es wohl nicht mehr mitbekommen hatte.

Auch der Professor und Harun waren inzwischen beim Bankett. Sie nahmen bei Irey Platz. "Wie geht es Luke?", wollte Harun wissen. "Hat er die Figur?"
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 3:59 am

Irey sah sich aufmerksam um und versuchte die einzelnen Gäste einzuordnen. Es waren die Hochgestellten vom Hof. Einige vermutete sie als Schreiber und Chronisten, andere sahen wie Priester aus.
"Er wurde gut versorgt. Aber die Figur hat er leider nicht.", gab sie Harun zur Antwort. Während sie das sagte beobachtete sie wie zwei Männer etwas weiter hinter Harun gerade etwas tuschelten und zu der dreier Gruppe herüber schielten.

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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 4:21 am

Man sah Harun die große Enttäuschung sichtlich an, wollte er doch so schnell wie möglich Heim zu seiner Familie. Er lehnte sich mit hinunter hängenden Schultern zurück in den Stuhl, der um einiges bequemer war als die Stühle im Ruheraum.
"Wir oder besser du, Irey, fragst den Pharao nach dieser Figur. Du erklärst ihm schon was Gescheitest, ich vertraue dir." Der Professor lächelte ihr zu und stand von seiner Aura her komplett im Kontrast zu Haruns.
Diener traten in den großen Saal und fingen an den Tisch zu decken. Sie servierten ihnen eine Vielzahl an Gerichten und Häppchen. Rinderrippen, getrockneter Fisch, Obst, Kuchen, viele verschiedene Käsesorten. Das Wasser lief dem Professor im Mund zusammen und nicht nur ihm, auch Harun war für einen kurzen Augenblick von seinem Heimweh abgelenkt und ganz begeistert von der kulinarischen Vielfalt, die übrigens fantastisch duftete.
Keiner begann das Mahl, da der Pharao wohl noch nicht zugegen war. Vor ihm kam aber ein anderer ihnen Bekannter und zwar Luke. Er wurde von zwei Dienern begleitet und nahm ebenfalls unmittelbar neben dem neuzeitlichen Grüppchen Platz.
Junge Frauen deckten das Essgeschirr auf und das Besteck. Becher und Teller waren aus Gold und trugen Verzierungen. "Die haben wohl das gute Geschirr für uns rausgeholt.", zwinkerte Luke den Anderen zu.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 4:26 am

"Guuut.." Sie versuchte sich irgendeinen Sinn und Zweck der Figuren zu überlegen und vor allem für deren Wichtigkeit.
Irey musste unweigerlich grinsen als sie Luke hinein gekrüppeln sah, denn so ganz fit wirkte er nicht.
"Ein vorverlegter Leichenschmaus.", witzelte sie makaber. Dann sah sie zum Professor. "Tate...Hast du die Figur, damit Luke was verstehen kann?", flüsterte sie.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 4:32 am

"Wenn du so weiter machst, wird es dein vorverlegter Leichenschmaus sein.", nuschelte Luke vor sich her. Ihm ging es wirklich mies, aber er wollte unbedingt mit am Tisch sitzen und alles mitbekommen. Er war schon immer einer dieser Menschen gewesen, die bloß nichts verpassen wollten.
"Ja klar..." Der Professor kramte das Objekt hervor und reichte es Luke. "Mir ist aber aufgefallen, dass er erst dran reiben soll, wenn Jemand gerade diese Sprache spricht, denn als ich es selbst probiert habe, ohne gleichzeitiges Zuhören dieser Sprache, hat es nicht geklappt, doch dann habe ich es eben getan, auf den Weg hier her, während die Diener im Gang miteinander sprachen uind voilá, ich spreche fließendes Altägyptisch."
Luke nickte und hielt die Figur unter dem Tisch auf seinem Schoß, sobald er Jemanden quatschen hören würde, würde er über die Skulptur streichen.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 4:46 am

"Hmmm.", machte sie genussvoll bezogen auf Lukes bissigen Kommentar.
Die Ergänzung bezüglich der Figur brachte Irey zu der Überlegung, ob das Übersetzungswunder der Figur vielleicht auch mit anderen gehörten Sprachen funktionierte, selbst wenn diese nicht Altägyptisch waren.
Sie verstand diesen ganzen Hokuspokus sowieso nicht, aber sie kam ja nun einmal nicht drumherum sich auf ihn zu verlassen.

Dann wurde es auf einmal still, die Seitengespräche verstummten. Sie sah zur Tür, durch die wie gedacht, gerade würdevoll in größter Pracht der Pharao eingetreten kam. Um ihn herum weitere Diener, die seinem Erscheinen einen zeremoniellen Touch verliehen, indem sie Palmenblätter zum als Schutz über ihn hielten.
Amasis nahm jedoch noch nicht Platz, der blieb zuerst am Kopf der langen Festtafel stehen und breitete die Arme aus.
"Ich heiße meine Gäste willkommen."
Diese drückten ihr Gefallen aus.
"Seit heute haben wir die Ehre besondere Gäste unter uns zu haben.", er sah zu der kleinen vierer Gruppe, die direkt über Eck bei ihm saß.
"Diese Ehre haben wir den Göttern selbst zu verdanken, denn sie meinen es offenbar gut mit uns." Der ganze Saal lauschte aufmerksam den Worten Pharaos. Gelegentlich wurden einige Blicke ausgetauscht, doch die meisten waren fest auf den Wortführer und auf die Fremden gerichtet.
"Esst und trinkt das Gute meines Tisches. Danach werden wir hören, was die Götter mit uns zu teilen wünschen." Er nickte respektvoll Irey und dann den anderen zu und setzte sich.
Die Gäste bekundeten Pharao in Gesten ihre Dankbarkeit und Instrumente setzten ein zu spielen um das Essen musikalisch zu untermalen.

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BeitragThema: Re: Die Reise   Fr Jun 27, 2014 5:44 am

Vielleicht kam es Harun nur so vor, aber der Pharao wirkte noch viel prächtiger als zuvor. Der Professor war einfach nur begeistert, er war mitten drin, aber er versuchte das nicht allzu sehr nach außen zu zeigen. Nachdem Amasis das Mahl eröffnet hatte, begann Tate sich etwas Fleisch und Brot auf den Teller zu tun, aber erstmal trank er etwas von dem Wein, der ihm vorzüglich schmeckte.
Auch Harun begann zu essen, jedoch etwas zaghafter als der Professor.
Tate überlegte beim Essen schon wie er den Zorn der Götter dem Pharao am besten beschreiben solle, aber das schränkte seinen Genuss beim Essen keineswegs ein.
Luke war auch recht zufrieden gekommen zu sein, denn nun konnte er sich auch richtig schön satt essen. Als er welche von den alten Ägyptern sprechen hörte, rieb er an der Figur und er begann diese antike Sprache sprechen und verstehen zu können. Er warf den Anderen einen verwunderten und sogar leicht erfreuten Blick rüber, doch diese nahmen ihn wohl nicht besonders wahr, war doch jeder mit sich selbst beschäftigt.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Mo Jun 30, 2014 3:09 am

Ich habe null Plan wie das Feiern abliefen xD...also erfind ich mal irgendwas.

Der Pharao aß mit gesundem Appetit und ließ immer, wenn eine Speise zur Neige ging, neu auftischen. Ägypten schien eine gute Zeit zu haben, und der hier demonstrierte Wohlstand faszinierte Irey.
Auch sie aß und probierte neue Dinge, wobei ihr einige mehr und andere weniger schmeckten. Aber mäkelig war sie nicht und auf ihrem Teller blieb nichts übrig. Den Wein mochte sie besonders, und damit hielt sie sich auch nicht zurück.
Als die Gäste immer satter und runder zu werden schienen, und nur noch einige mehr aus Appetit als aus Hunger vor sich her knabberten, erhob sich Amasis am Kopfende der Tafel und klatschte in die Hände, sodass die Musik verstummte.

"Oh Du, von den Göttern Gesandte, teile uns mit, was die Götter uns zu sagen wünschen.", beschwor er festlich die Irin. Diese stand auf und ließ eine dramatische Pause, bevor sie beginnen würde.
"Eines wisst Ihr selbst, großer Pharao: Die Götter selbst lieben Euch und Euer Land. Ihnen verdankt Ihr Euren Reichtum und wer wenn nicht Ihr, hätte ihn verdient?" Nach dieser rhetorischen Frage sah sie in die Runde und pickte sich einzelne Gäste für einen kurzen Augenkontakt heraus, ehe sie fort fuhr: "Die Götter sind so großzügig wie auch Ihr es seid. Sie geben Luxus, Glück und Gaben. Mir selbst gaben sie die Gabe die Zukunft zu sehen.", ein Raunen ging durch den Saal, "Ein Segen und ein Fluch, den ich heute mit Euch teilen möchte. Doch alle Zukunft wird von der Vergangenheit geschrieben. Und diese haben die Götter ihm", sie verwies auf Tate, "völlig entschlüsselt. Die Vergangenheit des mächtigsten Reiches der Welt mit all seinem Glanz und..", sie brach kurz ab und sah bedauernd zu Amasis, der hochkonzentriert und gefesselt der Ansprache lauschte, "mit all seinen Fehlern." Der Pharao hob leicht seinen Kopf an. Wieder entstand eine geringe Unruhe unter den Gästen.
"Ich komme um Euch zu warnen.", hallten Ireys Worte durch den Saal und brachten die Menschen wieder zu Ruhe.
"Es waren nicht Eure Fehler, die die Götter erzürnten. Deswegen möchten sie, dass Ihr diesen Weg, den Euer Vorgänger einschlug, verlasst. Euch stehen ewiger Ruhm und ewige Schmach offen. Die Entscheidung liegt bei Euch."
Der Pharao saß kerzengerade. "Was ist es, was den Zorn der Götter verursacht?", fragte er sichtbar schockiert und gewillt einzulenken.
Und genau dort wollte die Rothaarige ihn haben. Denn diese Frage wäre ihre Überleitung.
"Ich offenbarte Euch die Zukunft. Nun hört die Vergangenheit.", sie setzte sich und deutete Tate gleichzeitig an, dass nun sein Moment gekommen war. Ihre Ansprache bestand aus einzelnen Schnipseln verschiedener Bücher, Filme und eigener durch Wein angetrunkener stimulierter Kreativität. Im Ende meinte sie Züge der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens entdeckt zu haben, doch sie ging der Sache nicht weiter nach. Scheinbar zappelte der mächtigste Mann Ägyptens an ihrem Haken. Sie freute sich auf die Show des Professors, blieb nach außen jedoch völlig ernst.
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BeitragThema: Re: Die Reise   Do Jul 10, 2014 6:23 am

Nach einem großartigen Auftritt von Irey, konnte der Professor nicht anders als geschmeidig einsteigen und mitspielen.
"Die Vergangenheit, mein Pharao..." Tate verbeugte sich leicht und erhob sich wieder. "... ist schwer zu vergessen. Erst recht wenn die Vergangenheit durchfressen ist von miserablen und sündhaften Taten, die die Götter in Missgunst zu Eurem Volke brachten."
Der Pharao setzte einen etwas finsteren Gesichtsausdruck auf, dabei war nicht zu erahnen, ob sich dies so veränderte, weil er auf Tate wütend war oder auf seine Vorgänger.
"Eigentlich fällt es mir persönlich schwer über diese ganz bestimmte Person zu sprechen, aber geleitet werde ich von den Göttern selbst, sie geben mir Kraft." Ein zustimmendes Raunen durchfuhr den Saal.
Harun verfolgte die Vorstellung begeistert, tat sich aber daran das nicht so zu zeigen, weshalb er versuchte steif geradeaus zu schauen und nur ab und an mal einen Blick zu Irey oder nun dem Professor zu werfen.
"Der damalige, bereits von uns geschiedene, Pharao von dem ich spreche, ist Echnaton." Stille.
Pharao Amasis rieb sich mit der Hand nervös über den Kiefer. Er wusste wohl was sein Vorgänger getan hatte und befürchtete nun die Strafe dafür zu erhalten, allerdings war ihm durchaus noch bewusst, dass Irey ihm etwas anderes versprochen hatte.
"Sein Wille beinahe alle Götter zu verleumden, hat ihren Zorn auf das Volk gelenkt und bis zum heutigen Tag konnten die Götter nicht vergessen und folglich auch nicht verzeihen. Gesegnet seien all die Menschen, die unter seiner Herrschaft den Glauben an die Vielzahl nicht verloren haben." Die Menge stimmte wohlwollend zu, ehe sie stiller wurden, damit Tate fortfahren konnte, aber dieser schwieg und blickte lediglich Amasis starr an.
Der Pharao lehnte sich vor und setzte sich wieder aufrecht. Er zog eine Augenbraue hoch und entgegnete Tates eindringlichen Blick.
"Was verlangen die Götter von mir zutun um sie zu besänftigen?"
Der Professor presste die Lippen aufeinander und blickte in die Runde der Alten Ägypter, sie sahen ihn gespannt an, mit großen Augen und geöffneten Mündern. Er hielt sie gespannt und zögerte mit seinem dramatischen und schweigsamen Gesichtsausdruck das Erwartete hinaus. Er selbst war sich erstmal nicht sicher, ob das was er vorhatte gut war, aber Etwas anderes, besseres, viel ihm partout nicht ein.
"Entfernet seinen Namen! Aus allen Steinen, Schriften und Skulpturen! Meißelt ihn aus der Geschichte Ägyptens! Befreit Euch und euer Volk von dem Gift, das er versprüht hat und lebt fortan mit Reinheit, sodass die Vergangenheit endlich vergeben werden kann und sich ein Solchs nie wieder wiederholt."
Tate kam wieder runter, entspannte seine Stimme und sagte: "Dann werden die Götter alles so lenken wie mein bezauberndes Gegenstück es zuvor preisgegeben hat." Er deutete mit einer Handbewegung auf Irey.
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